Versteigerung

 

Meistens am letzten Freitag im März werden alle ledigen Mädchen bzw. Frauen ab dem 16. Lebensjahr versteigert. Woraus diese Tradition entstand, weiß niemand so genau. Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass man früher, wenn man um die Hand einer Frau anhielt, etwas an die Eltern der Frau oder gar an das Dorf bzw. den König abgeben musste. Bei uns dient diese Tradition dazu, um die Maikönigin und den Maikönig zu ermitteln.

Hier werden alle Frauen namentlich vorgestellt und zur Versteigerung angeboten. Diese Versteigerung erfolgt auf amerikanische Art. Jeder der anwesenden Herren kann nun mitbieten. Die Frauen, die unter 1,- Euro versteigert werden, kommen in den so genannten »Sack«. Dieser Sack wird zum Schluss noch einmal versteigert. Wenn die Versteigerung vorbei ist, wird das Maipaar samt Gefolge ermittelt. Die Frau, die das höchste Gebot erzielt hat, wird Maikönigin mit dem, der sie ersteigert hat. Im Gefolge sind die Paare mit dem zweit- und dritthöchsten Gebot. Sollte aus dieser Versteigerung keine Maikönigin hervorgegangen sein, so wird das Amt der Maikönigs versteigert, der sich dann seine Begleitung aussuchen darf. Ungeachtet dessen wird weiterhin wie oben mit dem Gefolge verfahren.

Im Anschluss an diese Versteigerung zieht die Maigesellschaft mit allen Anwesenden zum Hause der Maikönigin (des Maikönigs). Hier wird diese erst einmal mit drei Böllerschüssen geweckt. Dann kommt der offizielle Teil, wobei sie gefragt wird, ob sie das Amt annimmt. Wenn sie es annimmt, geht es zum gemütlichen Teil über. Danach ziehen alle (die noch Können) zum 2. und 3. Paar. Sollte die Betreffende das Amt nicht annehmen, rücken die anderen Paare automatisch auf.

Die Versteigerung findet im Dorfhaus "Forum Berinsteyn" statt. Auch wenn man nicht mitbieten will, ist man herzlich willkommen, das eine oder andere Bier mit zu trinken...